Eckart Hohmann, Präsident des Hessischen Statistischen Landesamts, erklärt die Methodik der Volkszählung:
Die letzte Volkszählung datiert aus dem Jahr 1987. Damals gab es große Widerstände in der Bevölkerung. Daher habe man für die anstehende Volkszählung die Methodik geändert, erklärte Hohmann. „Je mehr wir den Leuten unmittelbar einen Fragebogen unter die Nase halten und sie in ihrer Wohnung aufsuchen, umso mehr Ärger gibt’s. Wenn wir das aber so machen, dass wir erst mal die Register abgleichen, dann wird sich ein bestimmter Kreis von Intellektuellen oder bürgerrechtlich orientieren Menschen immer noch aufregen, aber das wird die Masse nicht mehr ergreifen.“
Tja, eigentlich sollte ersteres zweiteres nach sich ziehen… aber dass das nicht der Fall ist, ist ja nichts Neues mehr. Man hält sich gegenseitig seine neuesten Bücher unter der Nase, man lädt sich gegenseitig in die ortsansässigen Universitäten ein, man verlinkt sich gegenseitig, aber vor allem bleibt man unter sich, steht am Rande des Schwimmbeckens, in dem das Kind am Ertrinken ist und diskutiert darüber, dass Menschen unter Wasser nicht atmen können und wie sich ein hypothetischer Bademeister am besten verhalten sollte. Mobilisierung sieht anders aus. War das früher eigentlich anders? Ich würds echt gerne wissen.