Ein weiteres Trauma in meiner ständig wachsenden Sammlung: Uwe Ochsenknecht als Beethoven.
Phoenix wiederholt momentan die “Giganten”-Reihe des ZDF. Gestern also der Teil über Beethoven. Wirklich sehr witzig. Einmal abgesehen von der unbeschreiblichen Hässlichkeit des Darstellers, die einfach mit keinem Porträt von Beethoven zusammenpasst, klangen die Texte auswendig gelernt und weiterhin überraschte es mich, dass Beethoven in seinen letzten Jahren, mit Weinflaschen, wirrem Haar, Bartstoppeln und offenem Hemd am Klavier sitzend, sich offenbar trotzdem die Brust wachste. Karl der Vollidiot hielt sich in selbstmörderischer Absicht die Waffe direkt an die Schläfe und schaffte es trotzdem, so danebenzuschießen, dass er nur einen Streifschuss abbekam. Am allerseltsamsten dargestellt war allerdings die Taubkeit des Komponisten.
“GRÄFIN, ICH MUSS MIT EUCH SPRECHEN! ALLEIN!”
“*flüster* aber Ludwig, nicht so laut, mein Mann ist hier!”
“WIESO VERLASST IHR IHN DENN NICHT? ICH LIEBE EUCH!”
(Mann merkt nichts)
“*flüster* aber Ludwig, das geht doch nicht…”
und später Karl:
“ONKEL, ICH BRAUCHE GELD UND NEUE KLEIDER!”
“WAAS? ICH VERSTEHE DICH GAR NICHT!”
Ja. Eine Nachbarin von mir ist auf die selbe Weise “taub”.
“Hal-LO mein Frollein! Na, gehen Sie grade einkaufen?”
“Nein, ich..”
“Ja, versteh ich jetzt grade nicht. Meine Ohren sind ja auch nicht mehr so gut. Und meine Füße tun weh. Mein Arzt kann mir da auch gar nicht helfen, er sagt immer *bla bla bla erzähl*”
“Ähm ja, meine Oma hat auch Probleme mit ihren Fü…”
“Entschuldigung, ich HÖRE JA NICHT MEHR SO GUT! Ja, hm. Mein Tochter ist schwanger. Und morgen kommt sie zu Besuch, *bla bla erzähl*.”
Tja, selektive Taubkeit ist schon was Schönes. Wenn ich alt bin, mach ichs auch so.
